Wie entsteht Schnarchen? Wir klären auf

Wie entsteht Schnarchen? Wir klären auf

Jeder von uns kennt den nerven- und schlafraubenden, sägenden und unüberhörbaren Lärm, mit dem ein Schnarcher seinen Schlafzimmerpartner zur Verzweiflung bringen kann. Ein scheinbar allgegenwärtiges Problem, immerhin schnarcht von den über 60-jährigen etwa jeder 2. Erwachsene, Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen.

Die Schnarchgeräusche entstehen im Schlaf in den oberen Atemwegen durch Vibrationen der Rachenwände und Turbulenzen des Luftstroms vorwiegend beim Einatmen. Begünstigt wird die Entstehung dieser Geräusche vor allem durch Übergewicht, Schlafen in Rückenlage und abendlichen Alkoholkonsum.

Beim einfachen Schnarchen kommt es nicht zu Atmungsstillständen oder plötzlichen, zahllosen Weckreaktionen wie beim Schlaf-Apnoe-Syndrom. Dieses sogenannte gutartige Schnarchen ist sehr regelmäßig und führt (zumindest beim Schnarcher selbst) nicht zu Schlafstörungen oder erhöhter Tagesmüdigkeit.

Eine genetische Veranlagung zum Schnarchen ist wahrscheinlich, meist bedarf es aber noch zusätzlicher Voraussetzungen wie Übergewicht, vergrößerte Mandeln, Verengung der nasalen Atemwege, Schlafen in Rückenlage und verstärktem Alkoholkonsum oder die Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln, damit die eventuell geerbte Bereitschaft zum Schnarchen sich schließlich auch lautstark ausbildet.

Das normale, gutartige Schnarchen kann jedoch mit zunehmenden Alter u. U. in ein Schlaf-Apnoe-Syndrom mit Atemregulationsstörungen während des Schlafes und den bedrohlichen Komplikationen dieses Krankheitsbildes übergehen.