Was tun gegen starkes Schwitzen im Schlaf?
Schwitzen im Schlaf ist weit verbreitet – und die Ursachen sind vielfältiger als viele denken. Zu warme Bettwäsche, ein schlecht belüftetes Schlafzimmer oder hormonelle Veränderungen können ebenso dahinterstecken wie Stress oder bestimmte Medikamente. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen strukturierten Überblick: Was löst Nachtschweiß aus, was hilft wirklich – und wann lohnt es sich, die Wahl der Bettwaren grundsätzlich zu überdenken? Wer lieber persönlich beraten werden möchte, ist herzlich willkommen: In unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen nehmen wir uns Zeit für Sie.
Ursachen von Schwitzen im Schlaf und Nachtschweiß
Während des Schlafs reguliert der Körper seine Temperatur und gibt überschüssige Wärme ab. Die Haut, als unser größtes Entgiftungsorgan, hilft mittels des Schweißes bei der Ausscheidung von Stoffwechsel-Endprodukten.
Dass ein Mensch im Schlaf schwitzt, ist also normal. Grundsätzlich ist Schwitzen etwas Gutes, auch nachts!
Als Nachtschweiß wird übermäßiges Schwitzen im Schlaf bezeichnet. Die Ursachen von Nachtschweiß und Schwitzen im Schlaf sind vielfältig.
- Eine zu hohe Raumtemperatur (grad im Sommer) oder zu warme Bettwäsche
- Der Verzehr von bestimmten Lebensmitteln, insbesondere scharfes Essen und/oder fettreichen Speisen und Alkohol
- Emotionale Belastungen wie Stress und Angst
- Einige Medikamente
- Infektionen, insbesondere Krankheiten wie Erkältung mit Fieber
- Hormonelle Veränderungen, wie sie beispielsweise während der Wechseljahre auftreten
Je vielfältiger die Ursachen, desto mehr Tipps gegen das Schwitzen im Schlaf gibt es. Wir haben einige Tipps, Produkte und Erfahrungen aus über 40 Jahren für Sie gesammelt.
Was hilft gegen Schwitzen im Schlaf - unsere Tipps
Um übermäßiges Schwitzen im Schlaf zu reduzieren, gibt es mehrere Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Da die Ursachen von Person zu Person variieren können, ist es wichtig verschiedene Ansätze auszuprobieren.
1. Das richtige Bettzeug verwenden
Wer nachts schwitzt, schläft oft unter zu viel Füllgewicht oder mit Materialien, die Wärme stauen statt abzutransportieren. Das Ergebnis: Der Körper kann seine Temperatur nicht richtig regulieren, der Schlaf wird unruhig.
Entscheidend sind drei Dinge: eine Decke, die atmet statt isoliert, ein Kissen, das Wärme nicht bindet, und eine Matratze, deren Oberfläche Feuchtigkeit aufnimmt und weitergibt. Welche Kombination für Sie stimmt, hängt von Ihrem persönlichen Wärmeempfinden ab – das ist von Mensch zu Mensch verschieden und lässt sich nicht pauschal beantworten.
Bei Decken haben sich leichte Füllgewichte unter 400 g und atmungsaktive Materialien wie Leinen, Schurwolle oder hochwertige Mikrofaser bewährt. Bei Kissen macht oft schon der Wechsel auf ein temperaturregulierendes Modell einen spürbaren Unterschied – gerade bei Personen, die hauptsächlich am Kopf schwitzen. Und wer auf einer Matratze mit hoher Wärmeisolation schläft, zum Beispiel auf Visko- oder Latexschaum, sollte zumindest über einen atmungsaktiven und luftdurchlässigen Matratzenschoner nachdenken.
Mehr Infos finden Sie auch in unserem Ratgeber:
Welches Kopfkissen für Schwitzer?
Welche leichte Bettdecke für warme Nächte?
Sehr häufig stellt sich im Gespräch heraus, dass unsere Kunden das ganze Jahr über die gleiche Bettdecke verwenden. Das spart zwar Platz im Schrank, kann jedoch eigentlich nicht funktionieren.
Unser Körper kann nur Temperaturschwankungen von plus/minus 2 °C selbst ausgleichen. Alles Weitere muss über die Kleidung bzw. nachts durch das Bettzeug geregelt werden. Und dass bei 25 °C im Schlafzimmer eine leichte Sommerdecke angenehmer ist als ein dickes Winterbett, ist naheliegend.
Bettwäsche macht mehr aus, als viele denken
Nicht nur Decke und Kissen beeinflussen das Schlafklima. Auch die Bettwäsche spielt eine große Rolle, wenn man nachts schwitzt. Leichte, atmungsaktive Stoffe wie Leinen, Seersucker, Batist oder Tencel fühlen sich kühler und angenehmer an als dichte, wärmere Qualitäten. Auch feinfädige Baumwoll-Satin-Bettwäsche kann gut funktionieren, wenn sie nicht mit Pigmentfareb "zugeschmiert" ist und so atmen kann und Feuchtigkeit gut aufnimmt. Gerade wer nicht nur am Kopf, sondern am ganzen Körper gern mal schwitzig ist, sollte deshalb auch Bettbezug und Spannbettlaken mit prüfen.
2. Das optimale Raumklima - Raumtemperatur regulieren
Die ideale Schlaftemperatur liegt in der kalten Jahreshälfte bei 16 bis 18 Grad Celsius. Diese Temperaturen sind im Hochsommer schwer zu erzielen. Da unser Körper im Sommer eine ca. 6°C höhere Wohlfühltemperatur hat, sind in der warmen Jahreszeit 21-23°C im Schlafzimmer angenehm. Um diese trotz starker Sonneneinstrahlung zu erreichen, sollten die Schlafzimmerfenster tagsüber geschlossen bleiben und Rollos und Rollläden den Raum abdunkeln.
Gleich nach dem Aufwachen und vor dem Schlafengehen sollte ordentlich gelüftet werden. Um die kühle Morgenluft zu konservieren, sollte tagsüber auf das Kippen der Fenster verzichtet werden.
Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt nicht mehr als 50 Prozent. Das Raumklima lässt sich mit ein wenig Improvisationskunst verbessern. Hängen Sie zum Beispiel ein nasses Leintuch vor die Fenster. Da ein Ventilator oft zu Verspannungen führen kann, sollte man darauf nachts verzichten oder diesen auf jeden Fall nicht direkt auf den Oberkörper richten..
3. Hygiene und leichte Kleidung
Eine lauwarme Dusche vor dem Schlafengehen kann helfen, die Körpertemperatur zu senken und Schweiß abzuwaschen. Heißes Wasser würde den Körper aufheizen, kaltes den Stoffwechsel anregen, sich selbst wieder aufzuheizen.
Neben leichter Kleidung für den Schlaf haben wir einen kleinen extra Tipp für Sie: den Pyjama oder das Nachthemd kurz vor dem Zu-Bett-Gehen ins Gefrierfach legen. Das sorgt in den ersten Minuten für ein angenehm kühles Gefühl und hilft beim Einschlafen. Bevorzugen Sie Schlafkleidung aus Naturfasern: Leinen, Tencel, Modal, Baumwolle, Seide. Sie nehmen Feuchtigkeit gut vom Körper auf und regulieren das Schlafklima.
Schnelle Maßnahmen im Überblick
Nicht jede Maßnahme wirkt bei jedem Menschen gleich – aber diese Punkte haben sich in der Praxis vielfach bewährt und lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen:
• Trinken Sie über den Tag verteilt 2-3 Tassen Salbeitee, das reduziert die Schwitzneigung
• Trinken Sie abends keine heißen oder kalten Getränke, ideal ist lauwarm
• Ein Flügeltrockner mit nasser Wäsche im Raum reduziert die Zimmertemperatur um bis zu 2 °C
• Halten Sie tagsüber die Fenster geschlossen, um die heiße Luft draußen zu halten
• Verdunkeln Sie im Sommer den Raum mit Rollos, Jalousien oder Rollläden
• Lüften Sie nach 22 Uhr oder vor 8 Uhr kräftig durch
• Sport am Abend? Gerne! Hinterher dann bitte min. 2 Stunden cool-down und nicht gleich ins Bett
• Vermeiden Sie fetten oder scharfen Speisen am Abend
• Duschen Sie vor dem zu Bett gehen lauwarm
• An heißen Tagen vor dem Schlafen lieber auf Alkohol verzichten
Sonderfall Hitzewallungen in den Wechseljahren
Diese Eigenheit des "privaten Sommers" tritt häufig schubweise in den frühen Morgenstunden auf. Lästig sind diese Schwitzanfälle vor allem im Winter: während man den Großteil der Nacht eine dickere Winterdecke genießt, entwickelt sich die Betthöhle ab halb fünf zur Sauna.
Für diesen Lebensabschnitt empfehlen wir vorbehaltlos synthetische Bettdecken mit einer Füllung aus hochwertiger Microfaser, z.B. unsere "Dormabell Edition Klima". Sie ist in vier verschiedenen Wärmestufen erhältlich und das Material trocknet extrem schnell. Wird man frühmorgens schwitzend wach, genügt es, die Decke einmal zurückzuschlagen und sich wieder zuzudecken.
Die feuchtwarme Luft wurde so aus der Betthöhle entfernt, und die Bettdecke ist hierbei komplett durchlüftet und getrocknet - Sie können sich umdrehen und entspannt weiterschlafen! Mit Daunen, Naturhaaren oder preiswerten Polyesterfasern funktioniert das nicht.
Welche Bettdecke und welche Wärmestufe für Sie passt, lassen wir Sie gern bei uns spüren und ausprobieren. Gerne stehen wir Ihnen in unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen zur Verfügung.
Beratung in Bietigheim-Bissingen
Schlaf ist etwas, das man fühlen muss. Viele unserer Kunden sind überrascht, wie viel Unterschied das richtige Material macht – und wie schnell der Körper darauf reagiert. Was in der Theorie sinnvoll klingt, muss sich in der Praxis bewähren: an Ihrem Körper, in Ihrer Schlafposition, mit Ihrem Wärmeempfinden.
In unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen können Sie verschiedene Decken, Kissen und Matratzen in Ruhe ausprobieren. Wir nehmen uns Zeit für Sie – ohne Zeitdruck, ohne Verkaufsdruck. Unsere 1.400 m² Ausstellung bietet Ihnen die Möglichkeit, den Unterschied selbst zu spüren. Parken ist direkt vor der Tür möglich. Kunden aus Ludwigsburg, Marbach und Vaihingen an der Enz sind bei uns in rund 15 Minuten.
Häufige Fragen zum Schwitzen im Schlaf
Warum schwitze ich nachts, obwohl mein Schlafzimmer kühl ist?
Nicht immer ist die Raumtemperatur der Auslöser. Häufig staut die Bettdecke oder das Kissen Wärme, die der Körper eigentlich abgeben möchte. Auch hormonelle Schwankungen, Stress oder bestimmte Medikamente können die Ursache sein – selbst dann, wenn die Zimmertemperatur eigentlich stimmt.
Welche Bettdecke hilft gegen Schwitzen im Schlaf?
Leichte, atmungsaktive Decken mit Naturfaser- oder Mikrofaserfüllung sind in der Regel besser geeignet als schwere Winterdecken. Entscheidend ist aber das individuelle Wärmeempfinden – was für die eine Person funktioniert, muss für die andere nicht passen. Einen ausführlichen Überblick finden Sie in unserem Ratgeber zu Bettdecken bei Schwitzen.
Kann die Matratze das Schwitzen im Schlaf verstärken?
Ja. Materialien wie viskoelastischer Schaum isolieren Wärme stärker als offenporige Kaltschaum- oder Federkernmatratzen. Wer viel schwitzt, sollte auf eine gut belüftete Matratze achten – und bei Bedarf einen atmungsaktiven Matratzenschoner in Betracht ziehen.
Ab wann sollte ich wegen Nachtschweiß einen Arzt aufsuchen?
Wenn starkes Schwitzen plötzlich und ohne erkennbaren Zusammenhang mit Raumtemperatur oder Bettwaren auftritt – besonders wenn es von weiteren Symptomen wie Gewichtsverlust, Erschöpfung oder Fieber begleitet wird – ist ein Arztbesuch sinnvoll. Bettenhaus Gailing kann in solchen Fällen beim Bettzeug helfen, aber keine medizinische Ursache ausschließen.
Helfen Naturmaterialien wirklich gegen Schwitzen im Schlaf?
Oft ja – aber nicht pauschal. Leinen, Schurwolle und Seide regulieren die Körpertemperatur gut und nehmen Feuchtigkeit auf, ohne nass zu wirken. Welches Material zu Ihrem Schlafklima passt, lässt sich am besten durch Ausprobieren herausfinden – am einfachsten direkt bei uns im Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen.
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