Was tun gegen starkes Schwitzen im Schlaf?

Was tun gegen starkes Schwitzen im Schlaf?

Ursachen von starkem Schwitzen und Hitzewallungen im Schlaf

Übermäßiges Schwitzen im Schlaf kann viele Ursachen haben: das Raumklima an sich, die falschen Bettwaren, Erkältungskrankheiten, scharfes und/oder fettreiches Essen sowie Alkoholgenuß am Abend, Nebenwirkungen von Medikamenten und vieles mehr. Bereits eine Schlafzimmer-Temperatur von 22°C ist den meisten Menschen deutlich zu hoch. Auch hormonelle Umstellungen, z.B. in den Wechseljahren, können Hitzewallungen verursachen.

Grundsätzlich ist Schwitzen etwas Gutes, auch nachts! Schließlich regulieren wir so unsere Körpertemperatur, und die Haut ist unser größtes Entgiftungsorgan und hilft mittels Schweiß bei der Ausscheidung von Stoffwechsel-Endprodukten. Wem jedoch zu warm ist, dem helfen vielleicht nachfolgende Tipps und Erfahrungen.

Unsere Tipps gegen Schwitzen im Schlaf:

optimales Raumklima

Die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celcius. Diese Temperaturen sind im Hochsommer schwer zu erzielen. Um diese trotz starker Sonneneinstrahlung zu erreichen, sollten die Schlafzimmerfenster tagsüber geschlossen bleiben und Rollos und Rollläden den Raum abdunkeln. Gleich nach den Aufwachen und vor dem Schlafengehen sollte ordentlich gelüftet werden. Um die noch vergleichsweise kühle Morgenluft zu konservieren, sollte tagsüber auf das Kippen der Fenster verzichtet werden.

Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt übrigens nicht mehr als 50 Prozent. Das Raumklima lässt sich mit ein wenig Improvisationskunst verbessern, indem man zum Beispiel ein nasses Leintuch vor die Fenster hängt. Da ein Ventilator oft zu Verpannungen führen kann (Zugluft!), sollte man darauf nachts verzichten. Bettzeug aus einem leichtem, atmungsaktiven Stoff wie Leinenbettwäsche oder gewebte Seersucker-Bettwäsche ist ebenso zu empfehlen wie ein Bezug aus Baumwoll-Satin, der den nachts abgegeben Schweiß aufnimmt. Als kleiner Tipp: Den Pyjama oder das Nachthemd kurz vor dem Zu-Bett-Gehen ins Gefrierfach legen. Das sorgt für ein angenehm kühles Gefühl und hilft in solchen Nächten beim Einschlafen.

Ganz wichtig: auch wenn im Schlafzimmer 25° oder mehr herrschen: unserer Körperkern-Temperatur liegt bei ca. 37°C, die Hautoberfläche bei ca. 32°C. Es reicht daher NICHT, nur ein Laken oder Leintuch zum Zudecken zu verwenden! Hierbei kühlt der Körper aus und wird anfälliger für Infekte - die Sommergrippe lässt Grüßen!

Starkes Schwitzen am Kopf

Speziell am Kopf schwitzen im Schlaf viele Betroffene. Hier helfen Kissen mit kühlender PCM-Ausrüstung (PCM = phase changing material), welche wie eine Art Klimaanlage überschüssige Wärme ableiten. Auch Bezüge aus Tencel-Faser wirken trocknend und kühlend. Beste Erfahrungen haben wir mit Technogel Nackenstützkissen gemacht: abgesehen von perfekter Druckentlastung hat das hochelastische Gel die ganze Nacht eine kühlende Wirkung. In verschiedenen Formen und Größen in unseren Geschäften erhältlich.

Kissen und Bettdecken gegen Schwitzen

Sehr häufig stellt sich im Gespräch heraus, dass unsere Kunden das ganze Jahr über die selbe Bettdecke verwenden. Das spart zwar Platz im Schrank, kann jedoch eigentlich nicht funktionieren: unser Körper kann nur Temperaturschwankungen von plusminus 2°C selbst ausgleichen. Alles weitere muss über die Kleidung bzw. nachts durch das Bettzeug geregelt werden. Und das bei 25°C im Schlafzimmer eine leichte Bettdecke angenehmer ist als ein dickes Winterbett, ist naheliegend...

Als Material für "hitzige" Typen empfehlen sich im Sommer übrigens Leinen-, Kamelhaar- oder Kaschmirdecken (Füllgewicht bis 400g), wer häufiger waschen möchte kann auch eine hochwertige Klimafaser-Bettdecke wählen. Gleiches gilt im Winter, wobei das Füllgewicht der Winterdecke natürlich höher ist.

Mehr Infos dazu auch hier.

Kleine Tipps gegen das Schwitzen, schnell umzusetzen:

  • trinken Sie über den Tag verteilt 1l Salbeitee, das reduziert die Schwitzneigung
  • trinken Sie abends keine heißen oder kalten Getränke, ideal ist lauwarm (z.B. Tee)
  • ein Flügeltrockner mit nasser Wäsche im Raum reduziert die Zimmertemperatur um bis zu 2°C
  • halten Sie tags die Fenster geschlossen, um die heiße Luft draußen zu halten
  • verdunkeln Sie im Sommer den Raum mit Rollos/Jalousien/Rollläden
  • lüften Sie nach 22 Uhr oder vor 8 Uhr kräftig durch
  • Sport am Abend? Gerne! Hinterher bitte min. 2h "cool-down" und nicht gleich ins Bett
  • keine fetten oder scharfen Speisen am Abend
  • duschen Sie vor dem zu Bett gehen lauwarm

Sonderfall Hitzewallungen in den Wechseljahren

Diese Eigenheit des "privaten Sommers" tritt häufig schubweise in den frühen Morgenstunden auf. Lästig sind diese Schwitzanfälle vor allem im Winter: während man den Großteil der Nacht eine dickere Winterdecke genießt, entwickelt sich die Betthöhle ab halb fünf zur Sauna. Für diesen Lebensabschnitt empfehlen wir vorbehaltlos synthetische Bettdecken mit einer Füllung aus hochwertiger Microfaser, z.B. unsere "Dormabell Edition Klima" oder "Dormabell CL Klimafaser". Dieses Material trocknet extrem schnell. Wird man frühmorgens schwitzend wach, genügt es die Decke einmal zurückzuschlagen und sich wieder zuzudecken. Die feuchtwarme Luft aus der Betthöhle wurde so aus der Betthöhle entfernt, und die Bettdecke ist hierbei komplett durchlüftet und getrocknet - Sie können sich umdrehen und entspannt weiterschlafen! Mit Daunen, Naturhaaren oder preiswerten Polyesterfasern funktioniert das nicht.

Nachhaltige Bettdecke mit bestem Klima

Die Dormabell Edition Klima ist übrigens in drei verschiedenen Füllstärken erhältlich, alle miteinander knöpfbar, je nach Jahreszeit und ganz nach Ihrem Wärmebedürfnis. Die Füllung aus Microfaser besteht aus komplett recyceltem Polyester und ist nach Gebrauch biologisch abbaubar! Eine wirklich nachhaltige Bettdecke.