Stauraumbett richtig planen: Was passt zu Ihrem Schlafzimmer?
Ein Stauraumbett ist dann gut geplant, wenn nicht einfach nur möglichst viel unter die Liegefläche passt. Entscheidend ist, wie Sie an den Stauraum kommen, wie viel Bewegungsfläche im Schlafzimmer bleibt und ob Bett, Lattenrost und Matratze zusammenpassen. Wer diese Punkte vor dem Kauf klärt, kann Bettkasten und Schubladen sinnvoll vergleichen – und erkennt auch, wann ein Bett ohne integrierten Stauraum die bessere Wahl ist. In unserer Ausstellung in Bietigheim-Bissingen können Sie verschiedene Varianten direkt öffnen, bedienen und miteinander vergleichen.
Wann ist ein Stauraumbett sinnvoll?
Ein Bett mit Stauraum ist besonders interessant, wenn die Fläche unter der Liegefläche ohnehin ungenutzt bleibt und im Schlafzimmer zusätzlicher Platz für Bettwäsche, Decken, Kissen oder andere Dinge gebraucht wird. Das kann in einem kleineren Schlafzimmer sinnvoll sein, aber genauso in einem größeren Raum, wenn zusätzliche Kommoden oder Schränke vermieden werden sollen.
Der Stauraum sollte allerdings zu Ihrem Alltag passen. Wer nur zweimal im Jahr eine Winterdecke verstaut, stellt andere Anforderungen an den Zugriff als jemand, der jeden Morgen an Bettwäsche, Tagesdecke oder andere Textilien gelangen möchte.
Für die erste Orientierung helfen deshalb vier einfache Fragen:
- Was möchten Sie unter dem Bett aufbewahren?
- Wie häufig benötigen Sie diese Dinge?
- Von welcher Bettseite können Sie bequem auf den Stauraum zugreifen?
- Wie viel freie Fläche bleibt neben und vor dem Bett?
Erst danach lohnt sich die Frage, welche Konstruktion Ihnen optisch am besten gefällt.
Bettkasten oder Schubladen: Der Zugriff macht den Unterschied
Bettkasten: Zugriff von oben
Ein Bettkasten nutzt die Fläche unter der Liegefläche als größeren zusammenhängenden Stauraum. Der Zugang erfolgt von oben: Ein sogenannter Liftrahmen ermöglicht es, Lattenrost und Matratze anzuheben und den darunterliegenden Bettkasten zu öffnen. Das kann besonders praktisch sein, wenn seitlich neben dem Bett nur wenig Platz vorhanden ist.
Wichtig ist die Bedienung: Öffnungsrichtung, Hebemechanik, Lattenrost und Gewicht der Matratze beeinflussen, wie angenehm sich der Bettkasten im Alltag nutzen lässt.
Schubladen: direkter Zugriff von der Seite
Schubladen lassen sich öffnen, ohne Matratze und Lattenrost anzuheben. Das ist angenehm, wenn Sie häufig auf einzelne Dinge zugreifen und den Stauraum übersichtlich aufteilen möchten. Je nach Hersteller kann man zwischen einer durchgehenden oder mehreren kleinen Schubladen je Seite wählen.
Dafür benötigen die Schubladen Platz zum Ausziehen. Nachttische, Schranktüren, Heizkörper oder enge Laufwege können den Zugriff einschränken. Unserer Erfahrung nach benötigt man mindestens 70 cm Platz, um einen Schub sinnvoll nutzen zu können. Entscheidend bleibt aber die tatsächliche Auszugtiefe des gewählten Modells.
Lose Unterbett-Schubkästen: Stauraum auch nachträglich ergänzen
Nicht jeder Stauraum muss fest mit dem Bett verbunden sein. Es gibt auch einzelne Schubkästen auf Rollen oder Gleitern, die lose unter ein Bett geschoben werden. Damit lässt sich teilweise sogar bei einem vorhandenen Bett nachträglich Stauraum schaffen – vorausgesetzt, unter dem Bettrahmen sind genügend Höhe und freie Fläche vorhanden.
Diese Variante ist flexibel und vergleichsweise unkompliziert. Optisch wirkt sie allerdings nicht immer so akkurat wie ein Bett mit fest integrierten Schubladen. Bei manchen Konstruktionen fehlt beispielsweise am Fuß- oder Seitenteil eine entsprechende Blende, sodass der eingeschobene Schubkasten sichtbar bleibt.
Für die reine Stauraumnutzung kann das trotzdem vollkommen ausreichend sein. Wer dagegen Wert auf eine möglichst stimmige Optik legt, wird eine fest integrierte Lösung häufig ansprechender finden.
Stauraumbetten mit Bettkasten und Schubladen ansehen
Vor dem Kauf messen: Nicht nur die Liegefläche zählt
Bei einem Stauraumbett reicht es nicht, nur zu wissen, ob Sie 140x200 oder 180x200 cm Liegefläche benötigen. Für den Alltag ist das tatsächliche Außenmaß des Bettes entscheidend – einschließlich Rahmen und gegebenenfalls Kopfteil.
Messen Sie außerdem den Bereich, den eine geöffnete Schublade oder der angehobene Bettkasten benötigt. Gerade in Räumen mit Nachttischen, einem Kleiderschrank direkt gegenüber, Heizkörpern oder einer Dachschräge ist der geöffnete Zustand wichtiger als das geschlossene Bett.
Hilfreich sind deshalb vier Maße beziehungsweise Informationen: Außenmaß des verfügbaren Stellplatzes, freie Fläche neben und vor dem Bett, Position von Türen und anderen Möbeln sowie der Lieferweg bis ins Schlafzimmer. Wer vorhandene Matratzen oder Lattenroste weiterverwenden möchte, sollte auch deren exakte Maße notieren.
Der Stauraum darf das Schlafsystem nicht zur Nebensache machen
Lattenrost, Matratze und Bett müssen zusammenpassen
Ein Stauraumbett sollte zuerst die Voraussetzungen für angenehmes und passendes Liegen erfüllen – und erst danach möglichst viel Platz unter der Liegefläche schaffen. Matratze und Lattenrost beeinflussen gemeinsam das Liegegefühl und die Unterstützung des Körpers. Deshalb sollte die Stauraumfunktion nicht dazu führen, dass bei der Auswahl des Schlafsystems unnötige Kompromisse gemacht werden müssen.
Wer bereits eine passende Matratze oder einen bestimmten Lattenrost nutzt, sollte deshalb früh prüfen, ob beides mit dem gewünschten Stauraumbett kombiniert werden kann. Wer das Schlafsystem neu auswählt, kann Bett, Unterfederung und Matratze von Anfang an gemeinsam betrachten. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Technik im Bett unterzubringen, sondern darum, dass Liegekomfort, Funktion und Stauraum miteinander vereinbar sind.
Erst dann kommt die Frage, wie der Stauraum zugänglich wird. Bei einem Bettkasten gibt es beispielsweise Lift-Lattenroste beziehungsweise Lattenroste mit Hebehilfe. Sie ermöglichen es, Lattenrost und Matratze anzuheben; je nach Konstruktion wird dies etwa durch Gasdruckfedern unterstützt. So lässt sich der darunterliegende Bettkasten von oben erreichen.
Auch eine elektrische Verstellung und Stauraum schließen sich nicht grundsätzlich aus. Neben klassischen Motorrahmen gibt es heute flach bauende elektrische Unterfederungen, bei denen die Antriebstechnik so integriert ist, dass unter dem Lattenrost weniger störender Aufbau entsteht. Bei einzelnen Konstruktionen erfolgt die Kraftübertragung beispielsweise über einen Seilzug. Solche Systeme können deshalb auch bei Betten mit Bettkasten oder Schubkästen interessant sein.
Ob eine konkrete Kombination funktioniert, hängt dennoch vom jeweiligen Bett, der Unterfederung, den Auflagepunkten, vorhandenen Querstreben und dem benötigten Bewegungsraum ab. Gerade deshalb lohnt es sich, bei einem Stauraumbett nicht zuerst den größten Bettkasten auszuwählen, sondern Schlafsystem und Bettkonstruktion gemeinsam zu planen.
Verstellbare Lattenroste mit Bettkastenzugang kennenlernen
Denken Sie nicht nur an heute
Ein Bett wird meist deutlich länger genutzt als viele andere Möbel im Haushalt. Deshalb lohnt es sich, nicht nur den aktuellen Stauraumbedarf zu betrachten.
Vielleicht möchten Sie heute vor allem Bettdecken verstauen, später aber eine elektrische Verstellung nutzen. Vielleicht verändern sich Nachttische oder Schränke. Oder der unkomplizierte Zugriff wird mit der Zeit wichtiger als das maximale Stauvolumen. Nicht jede zukünftige Veränderung lässt sich vorhersehen – einige lassen sich aber bei der Auswahl berücksichtigen.
Wenn eine elektrische Unterfederung perspektivisch interessant ist, sollte die Kompatibilität deshalb schon bei der Bettwahl angesprochen werden. Nicht jedes Bettgestell und nicht jede Stauraumkonstruktion bieten dafür dieselben Möglichkeiten.
Wann ein elektrischer Lattenrost sinnvoll ist
Was eignet sich für den Stauraum unter dem Bett?
Für einen Bettkasten oder große Bettschubladen eignen sich vor allem Dinge, die trocken und sauber eingelagert werden und nicht ständig benötigt werden – zum Beispiel saisonale Bettdecken, zusätzliche Kissen oder Gästebettwäsche.
Bei häufig genutzten Dingen ist dagegen nicht das größtmögliche Volumen entscheidend, sondern der schnelle Zugriff. Dafür können gut erreichbare Schubladen angenehmer sein.
Vorhandene Lüftungsbereiche oder konstruktiv vorgesehene Öffnungen sollten nicht zugestellt werden. Bei Stauraumlösungen im Boxspringbereich spielt beispielsweise auch die Luftzirkulation innerhalb der Konstruktion eine Rolle. Generell sollte das Thema "Belüftung" mehr Beachtung finden als bei einem Bettgestell ohne Stauraum, damit die nachts abgegebene Feuchtigkeit nicht in Matratze und gelagerten Gegenständen verbleibt und diese schädigt (Stichwort: Stockflecken).
Ein Stauraumbett sollte man nicht nur anschauen
Öffnen, schließen und den Zugriff selbst ausprobieren
Auf Bildern lässt sich erkennen, wie ein Stauraumbett aussieht. Wie gut es in Ihren Alltag passt, merken Sie eher beim Benutzen.
Öffnen Sie einen Bettkasten deshalb einmal selbst und achten Sie darauf, wie viel Kraft notwendig ist. Ziehen Sie Schubladen vollständig heraus. Prüfen Sie, ob Sie auch an den hinteren Bereich gut herankommen. Und überlegen Sie dabei ruhig, wo in Ihrem Schlafzimmer Nachttisch, Schrank oder Wand wären.
In unserer Ausstellung in Bietigheim-Bissingen können unterschiedliche Stauraumlösungen bei Polster- und Holzbetten verglichen werden. Die bestehende Produktseite beschreibt außerdem Beratung, Lieferung und Montage durch Gailing; das Liefer- und Montageteam ist regelmäßig im Umkreis von rund 30 Kilometern um Bietigheim-Bissingen unterwegs.
Gerade bei einem größeren Bett ist es sinnvoll, Raumplanung, Schlafsystem und spätere Montage gemeinsam zu betrachten – statt den Bettkasten als einzelnes Ausstattungsmerkmal auszuwählen.
Welche Variante passt zu Ihnen?
Eine pauschale Empfehlung „Bettkasten ist besser“ oder „Schubladen sind praktischer“ greift zu kurz.
Ein Bettkasten ist häufig interessant, wenn seitlich wenig freie Fläche vorhanden ist, ein größerer zusammenhängender Stauraum gewünscht wird und der Inhalt nicht ständig gebraucht wird.
Schubladen sind häufig interessant, wenn Sie regelmäßig auf den Stauraum zugreifen möchten und neben dem Bett genügend Platz zum vollständigen Herausziehen vorhanden ist.
Und wenn der zusätzliche Stauraum eigentlich gar nicht benötigt wird, darf auch das eine gute Entscheidung sein. Dann können Konstruktion, Schlafkomfort, Gestaltung und zukünftige Anpassbarkeit stärker im Mittelpunkt stehen.
Die sinnvollste Auswahl entsteht deshalb aus vier Dingen: Ihrem Raum, dem gewünschten Zugriff, dem Schlafsystem und der tatsächlichen Nutzung.
Fragen, die vor dem Kauf eines Stauraumbetts häufig entstehen
Die Grundprinzipien sind klar – bei der konkreten Ausführung entscheidet das jeweilige Bett.
Kann ich meinen vorhandenen Lattenrost in einem Stauraumbett weiterverwenden?
Das hängt von der Bettkonstruktion und dem Lattenrost ab. Bei einem Bettkasten muss insbesondere geklärt werden, wie der Zugang zum Stauraum funktioniert und ob vorhandene Auflagepunkte und Maße passen. Bei Schubladen können außerdem Bauteile unter der Liegefläche eine Rolle spielen. Deshalb sollte die vorhandene Unterfederung vor der Bestellung mitgeprüft werden.
Kann ein elektrischer Lattenrost mit einem Bettkasten kombiniert werden?
Bei bestimmten Konstruktionen ja. Bei Betten-Gailing zeigen wir auch verstellbare beziehungsweise elektrische Unterfederungen, bei denen ein Bettkastenzugang möglich ist. Ob eine konkrete Kombination funktioniert, hängt jedoch vom Bett, der Unterfederung und dem notwendigen Bewegungsraum ab.
Wie viel Platz brauche ich neben einem Bett mit Schubladen?
Die benötigte Fläche richtet sich nach der tatsächlichen Schubladentiefe. Unserer langjährigen Erfahrung nach sind etwa 70 Zentimeter freie Fläche neben dem Bett ein praktischer Orientierungswert. Nachttische und andere Möbel sollten dabei mit eingeplant werden.
Was sollte ich zur Stauraumbetten-Beratung mitbringen?
Hilfreich sind die Maße des Schlafzimmers, einige Fotos der geplanten Stellfläche und Ihre gewünschte Liegefläche. Wenn Matratze oder Lattenrost weiterverwendet werden sollen, bringen Sie möglichst auch deren Maße und Produktangaben mit. Überlegen Sie außerdem vorher kurz, was Sie im Bett verstauen möchten und wie häufig Sie darauf zugreifen.
Kann man Stauraum unter einem vorhandenen Bett nachrüsten?
Teilweise ja. Lose Unterbett-Schubkästen können unter ein vorhandenes Bett geschoben werden, wenn genügend Bodenfreiheit vorhanden ist und keine Querstreben oder anderen Bauteile im Weg sind. Außerdem muss seitlich ausreichend Platz bleiben, um den Schubkasten vollständig herauszuziehen. Optisch ist diese Variante allerdings meist weniger ansprechend als ein Bett mit fest integriertem Stauraum.
Stauraumbetten in Bietigheim-Bissingen vergleichen
Online lässt sich gut klären, welche Bauart grundsätzlich zu Ihrem Schlafzimmer passen könnte. In der Ausstellung zeigt sich anschließend, wie sich Bettkasten, Schubladen und die jeweilige Unterfederung tatsächlich bedienen lassen.
Im Bettenhaus Gailing in Bietigheim-Bissingen können Sie unterschiedliche Möglichkeiten in Ruhe vergleichen und gemeinsam klären, welche Konstruktion zu Raum, Schlafsystem und gewünschter Nutzung passt. Vereinbaren Sie gern einen Termin, wir nehmen uns dann die nötige Zeit.