Unsere Pflegetipps für Ihre Bettwäsche

Unsere Pflegetipps für Ihre Bettwäsche

Bettwäsche ist unkompliziert zu pflegen, wenn Waschtemperatur, Waschmittel und Material zusammenpassen. Besonders bei Reißverschlüssen, Jersey, Seersucker oder beim Mangeln gibt es ein paar Punkte, mit denen sich unnötige Knitter und Schäden vermeiden lassen. Entscheidend ist dabei immer zuerst das Pflegeetikett der jeweiligen Bettwäsche.

Bettwäsche waschen: die wichtigsten Tipps

Vor dem Waschen

Neue Bettwäsche sollte vor dem ersten Gebrauch einmal gewaschen werden. Welche Temperatur geeignet ist, richtet sich nach dem Pflegeetikett. Viele hochwertige Baumwollqualitäten sind heute reaktiv gefärbt, das heißt mit moderner Reaktivfarbe behandelt, die sich besonders fest mit dem Stoff verbindet. Damit diese Farben optimal fixiert werden, empfiehlt es sich, die Bettwäsche in den ersten zwei bis drei Wäschen bei 60 °C zu waschen – sofern das Pflegeetikett dies zulässt. So wird die Farbbindung im Gewebe unterstützt und die Farbbrillanz langfristig erhalten. 

Der früher verbreitete Tipp, Bettwäsche kalt zu waschen und einen Schuss Essig ins Wasser zu geben, stammt noch aus Zeiten älterer Färbeverfahren und ist bei moderner Reaktivfärbung nicht mehr notwendig und eher kontraproduktiv.

Bezüge vor dem Waschen auf links drehen und Reißverschlüsse schließen. Gerade bei Jersey hilft der geschlossene Reißverschluss dabei, dass sich der Bezug beim Waschen weniger verzieht.

Waschmittel und Schleudern

Für farbige Bettwäsche eignet sich ein Waschmittel für Buntes ohne optische Aufheller oder Bleichmittel. Bei weißer Bettwäsche kann – sofern das Pflegeetikett nichts anderes vorgibt – ein Vollwaschmittel sinnvoll sein.

Eine niedrigere Schleuderzahl kann die Knitterbildung reduzieren. Bei modernen Maschinenn lässt sich die Schleuderzahl reduzieren. Wer möglichst wenig bügeln möchte, sollte die Bettwäsche außerdem nach Programmende zügig aus der Maschine nehmen, ausschlagen und glatt aufhängen oder trocknen.

Reißverschluss beim Waschen: offen oder geschlossen?

Vor dem Waschen besser schließen

Den Reißverschluss der Bettwäsche vor dem Waschen schließen. Das gilt besonders für Jersey-Bettwäsche, weil der geschlossene Bezug seine Form besser behält und sich weniger verziehen kann.

Auch beim späteren Bügeln oder Mangeln verdient der Verschluss Aufmerksamkeit. Kunststoff-Reißverschlüsse sollten nicht direkt mit großer Hitze in Berührung kommen.

Muss man Bettwäsche bügeln?

Das Material entscheidet

Bügeleisen auf blauer Bettwäsche

Nein, Bettwäsche muss nicht grundsätzlich gebügelt werden. Ob es sinnvoll oder überhaupt erwünscht ist, hängt vom Stoff ab:

Satin und andere glatte Baumwollgewebe können gebügelt werden, wenn eine möglichst faltenfreie Oberfläche gewünscht ist. Jersey kommt meist auch ohne Bügeleisen gut aus. Seersucker wird nicht gebügelt, denn gerade seine gekräuselte Oberfläche gehört zum Stoff. Auch Leinen und Halbleinen müssen nicht glattgebügelt werden. Die typischen Knitter gehören zum Charakter dieser Materialien – "Leinen knittert edel".

Bei Lyocell ist es anders: Das Material darf nur bei niedriger Temperatur gebügelt werden. Gleichzeitig lassen sich stärkere Falten häufig trotzdem nur schwer vollständig entfernen. Wer Bettwäsche besonders glatt haben möchte, sollte das bereits bei der Materialwahl berücksichtigen.

Wer wissen möchte, welche Stoffart hinsichtlich Griff, Wärmeempfinden und Pflege am besten zu den eigenen Gewohnheiten passt, findet die Unterschiede ausführlich in unserem Material-Ratgeber.

Bettwäsche-Materialien im Vergleich

Kann man Bettwäsche mangeln?

Nicht jede Bettwäsche gehört in die Mangel

Glatte, dafür geeignete Baumwollbettwäsche kann gemangelt werden, wenn das Pflegeetikett dies zulässt. Besondere Vorsicht ist bei Reißverschlüssen nötig: Kunststoffteile dürfen nicht der starken Hitze und dem Druck der Mangel ausgesetzt werden.

Seersucker-Bettwäsche gehört nicht in die Mangel. Die charakteristische Struktur würde dabei geglättet und damit genau die Eigenschaft verändert, die diesen Stoff ausmacht.

Auch bei empfindlicheren Materialien gilt: Im Zweifel nicht nach einer allgemeinen Regel vorgehen, sondern zuerst das Pflegeetikett beachten.

Pflege nach Material: die wichtigsten Unterschiede

Jersey und Seersucker

Jersey: Reißverschluss beim Waschen schließen. Das Material ist pflegeleicht und kommt normalerweise ohne Bügeln aus.

Seersucker: Nach dem Waschen trocknen lassen und nicht bügeln oder mangeln. Die gekräuselte Oberfläche soll erhalten bleiben.

Leinen, Halbleinen und Lyocell

Leinen und Halbleinen: Die natürliche Knitterstruktur gehört zum Stoff. Bügeln ist nicht nötig.

Lyocell: Leicht, fein und schnell trocknend, beim Bügeln aber anspruchsvoller. Nur eine niedrige Temperatur verwenden und damit rechnen, dass sich Falten trotzdem nicht vollständig glätten lassen.

Wie bleibt Bettwäsche länger schön?

Pflege beginnt nicht erst am Bügelbrett

Gefaltete Bettwäsche im Schrank

Waschtemperatur und Waschmittel sollten immer zum Pflegeetikett passen. Bettwäsche außerdem nicht unnötig stark schleudern und nach dem Waschen möglichst zeitnah aus der Maschine nehmen.

Qualität zeigt sich auch nach vielen Wäschen: Saubere Nähte, stabile Verschlüsse und ein Stoff, der Form und Griff behält, machen sich im Alltag bemerkbar. Bei hochwertiger Bettwäsche lohnt es sich deshalb, die Pflegehinweise des jeweiligen Materials ernst zu nehmen.

Wer bei neuer Bettwäsche neben Dessin und Stoffgefühl auch auf eine unkomplizierte Pflege achten möchte, kann verschiedene Qualitäten bei uns in Bietigheim-Bissingen direkt vergleichen. In unserem Bettwäsche-Sortiment finden Sie unterschiedliche Materialien und Qualitäten für verschiedene Jahreszeiten und Pflegegewohnheiten.

Bettwäsche-Sortiment ansehen

Wenn Bettwäsche durch starkes nächtliches Schwitzen häufiger gewaschen werden muss, spielen neben der Pflege auch Material und Feuchtigkeitsverarbeitung eine wichtige Rolle.

Welche Bettwäsche bei Schwitzen?

Häufige Fragen zur Pflege von Bettwäsche

Antworten zu den wichtigsten Pflegefragen rund um Waschen, Bügeln und Mangeln.

Muss ich Bettwäsche bügeln?

Nein. Viele Bettwäschearten können ohne Bügeln verwendet werden. Jersey, Seersucker sowie Leinen und Halbleinen sind typische Beispiele. Bei anderen glatten Stoffen entscheidet vor allem, wie faltenfrei Sie Ihre Bettwäsche haben möchten und was das Pflegeetikett erlaubt.

Soll der Reißverschluss beim Waschen offen oder geschlossen sein?

Wir empfehlen, den Reißverschluss vor dem Waschen zu schließen. Besonders bei Jersey kann das helfen, den Bezug während des Waschens besser in Form zu halten.

Kann Bettwäsche gemangelt werden?

Geeignete glatte Baumwollbettwäsche kann gemangelt werden, sofern das Pflegeetikett es zulässt. Kunststoff-Reißverschlüsse dürfen dabei nicht direkt großer Hitze und starkem Druck ausgesetzt werden. Seersucker sollte grundsätzlich nicht gemangelt werden.

Muss Seersucker-Bettwäsche gebügelt werden?

Nein. Seersucker soll gerade seine typische gekräuselte Oberfläche behalten und wird deshalb weder gebügelt noch gemangelt.

Wie wäscht man Jersey-Bettwäsche?

Pflegeetikett beachten und den Reißverschluss vor dem Waschen schließen. Jersey ist in der Regel unkompliziert in der Pflege und muss normalerweise nicht gebügelt werden.

Kann man Lyocell-Bettwäsche bügeln?

Ja, aber nur bei niedriger Temperatur und entsprechend den Angaben auf dem Pflegeetikett. Falten lassen sich bei Lyocell trotzdem oft nur schwer vollständig herausbügeln.

Sie sind bei einem Pflegezeichen oder einer bestimmten Bettwäschequalität unsicher? Sprechen Sie uns in Bietigheim-Bissingen gerne an – besonders bei empfindlicheren Stoffen ist eine kurze Rückfrage besser als ein zu heißer Waschgang oder ein beschädigter Bezug.

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