Bettwäsche-Materialien im Vergleich: Was passt zu Ihnen?
Bei Bettwäsche zählen nicht nur Farbe und Dessin. Satin, Jersey, Seersucker, Biber, Leinen oder Lyocell fühlen sich unterschiedlich an, halten Wärme unterschiedlich stark zurück und unterscheiden sich auch bei der Pflege. Wer die Stoffarten kennt und sie einmal direkt miteinander verglichen hat, findet leichter heraus, was zum eigenen Wärmeempfinden und zu den persönlichen Pflegegewohnheiten passt.
Manche Bezeichnungen bei Bettwäsche stehen für das verwendete Material, andere für die Art, wie ein Stoff gewebt oder gestrickt wird. Deshalb können sich selbst zwei Bettwäschen, die beide aus Baumwolle bestehen, deutlich unterschiedlich anfühlen.
Im Fachgeschäft lässt sich das unmittelbar vergleichen: glatt oder griffig, leicht oder etwas kräftiger, anschmiegsam oder eher trocken im Griff. Gerade bei Bettwäsche entscheidet dieses persönliche Empfinden oft mehr als eine Materialbezeichnung auf der Verpackung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und sind bei Fragen auch vorab gern für Sie da.
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Welches Bettwäsche-Material passt zu mir?
Eine pauschal „beste Bettwäsche“ gibt es nicht. Entscheidend ist, wie sich der Stoff für Sie anfühlt, ob Sie nachts eher warm oder kühl schlafen und wie viel Aufwand Sie bei Waschen, Trocknen und Bügeln möchten. Deshalb lohnt sich bei der Auswahl vor allem der direkte Vergleich verschiedener Qualitäten.
Satin und Mako-Satin
Satin hat eine glatte Oberfläche mit feinem Glanz und fühlt sich beim ersten Kontakt eher kühl an. Je nach Garn und Verarbeitung kann der Stoff sehr leicht und fließend oder etwas kräftiger ausfallen. Gerade bei Satin lohnt es sich deshalb, verschiedene Qualitäten direkt in die Hand zu nehmen.
Bei uns finden Sie unter anderem Satinbettwäsche von Christian Fischbacher, Elegante und Graser. Die jeweiligen Markenseiten zeigen auch, wie unterschiedlich Dessins, Stoffgefühl und Verarbeitung innerhalb dieser Bettwäscheart ausfallen können.
Jersey
Jersey wird nicht gewebt, sondern gestrickt. Dadurch ist der Stoff elastisch, weich und anschmiegsam. Besonders hochwertiger Interlock-Jersey zeichnet sich durch eine noch dichtere, stabilere Strickstruktur aus, wodurch er formbeständiger ist und sich etwas schwerer sowie besonders gleichmäßig weich anfühlt. Baumwoll-Jersey ist unkompliziert in der Pflege und wird von vielen Menschen das ganze Jahr über verwendet.
Im Vergleich zu glatten Geweben fühlt sich Jersey meist etwas weicher und wärmer an. Interlock-Jersey wirkt dabei oft noch etwas hochwertiger im Griff und geschmeidiger im Fall als einfachere Jersey-Qualitäten. Wer Bettwäsche möglichst unkompliziert waschen, trocknen und wieder aufziehen möchte, sollte diese Qualität mit in den Vergleich nehmen.
Seersucker bzw. Krepp-Bettwäsche
Seersucker erkennen Sie an seiner dauerhaft strukturierten Oberfläche. Dadurch liegt weniger Stoff vollflächig auf der Haut. Gerade in warmen Nächten wird diese Bettwäsche deshalb häufig als luftig und angenehm empfunden.
Ein weiterer praktischer Vorteil: Seersucker muss nicht gebügelt werden. Die typische Struktur gehört zum Stoff und soll erhalten bleiben. Neben dem klassischen Seersucker gibt es auch den hochwertigen gewebten Seersucker, bei dem die charakteristische Kräuselung bereits durch die spezielle Webart und gezielte Materialzugabe entsteht. Dadurch bleibt die Struktur besonders formstabil und langlebig.
Obwohl Seersucker vor allem als Sommerbettwäsche bekannt ist, spricht nichts dagegen, ihn auch in anderen Jahreszeiten zu verwenden, wenn man mit dieser leichten Qualität gut schläft.
Biber- und Flanellbettwäsche
Biber und Flanell haben eine angeraute Oberfläche und fühlen sich dadurch schon beim Hineinlegen deutlich wärmer an. Hochwertige Qualitäten zeichnen sich zudem dadurch aus, dass Muster eingewebt sind oder mit hochwertiger Reaktivfarbe gefärbt werden. Außerdem wird häufig gekämmte Baumwolle verwendet, die weniger zum Pilling neigt. Sie sind klassische Bettwäschequalitäten für Herbst und Winter.
In der Beratung erleben wir nur selten, dass jemand diese Stoffe auch im Sommer bevorzugt. Wer schnell friert oder in einem eher kühlen Schlafzimmer schläft, kann den weichen, wärmenden Griff dagegen besonders angenehm finden.
Bettwäsche aus Leinen und Halbleinen
Leinen und Halbleinen werden oft mit Sommerbettwäsche verbunden, können aber sehr gut das ganze Jahr genutzt werden. Sie regulieren Temperatur und Feuchtigkeit, haben einen vergleichsweise geringen Wärmerückhalt und fühlen sich charakteristisch griffig und eher trocken an.
Auch bei der Pflege sind diese Stoffe angenehm unkompliziert. Bügeln ist nicht nötig. Leinen knittert edel: Die typischen Falten gehören zum Charakter des Materials und dürfen sichtbar bleiben. Gerade wer dieses natürliche Stoffgefühl mag, greift deshalb häufig ganzjährig zu Leinen oder Halbleinen.
Bei uns gehören Leinen- und Halbleinenbettwäschen entsprechend nicht nur im Sommer zum Sortiment.
Lyocell-Bettwäsche (Tencel)
Lyocell-Bettwäsche ist sehr leicht und fein. Das hochwertige Zellulose-Material kann Feuchtigkeit gut aufnehmen und wieder abgeben und trocknet schnell. Der Stoff fühlt sich glatt, weich und fließend an und ist deshalb besonders für Menschen interessant, die sehr leichte Bettwäsche bevorzugen.
Einen praktischen Nachteil sollte man vor dem Kauf kennen: Lyocell lässt sich nur bei niedriger Temperatur bügeln, und vorhandene Falten gehen trotzdem oft nur schwer vollständig heraus. Wer seine Bettwäsche gerne sehr glatt bügelt und möglichst faltenfrei zusammenlegt, wird damit möglicherweise weniger Freude haben. Das Pflegeetikett der jeweiligen Bettwäsche sollte immer beachtet werden.
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Sommer, Winter oder das ganze Jahr?
Leichte Bettwäsche für warme Nächte
Wer nachts schnell warm wird, sollte vor allem auf leichte Stoffe und einen geringen Wärmerückhalt achten. Seersucker ist dafür eine klassische Möglichkeit. Auch sehr leichte Baumwollqualitäten wie Perkal und Batist kommen infrage. Bei uns finden Sie beide Qualitäten als feine reine Baumwollware in saisonabhängigen Dessins.
Lyocell eignet sich ebenfalls gut, wenn eine leichte Bettwäsche mit guter Feuchtigkeitsverarbeitung gesucht wird. Leinen und Halbleinen regulieren Temperatur und Feuchtigkeit ebenfalls sehr gut und werden deshalb keineswegs nur im Sommer eingesetzt.
Zur Bettwäsche gehört allerdings auch die passende Zudecke: Wem nachts schnell warm wird, sollte neben einem leichten Bezug auch prüfen, ob die Bettdecke selbst genügend Wärme ableiten kann.
Wärmer schlafen und trotzdem nicht nur nach Jahreszeit wählen
Biber und Flanell sind typische Qualitäten für die kalte Jahreszeit. Durch die angeraute Oberfläche halten sie Wärme stärker zurück und fühlen sich unmittelbar wärmer an.
Jersey wird dagegen häufig ganzjährig verwendet. Auch griffige Leinen und Halbleinen Bettwäschen sind für viele Menschen Ganzjahresqualitäten. Entscheidend ist nicht allein der Monat im Kalender, sondern wie warm Sie selbst schlafen und welches Stoffgefühl Sie mögen.
Wer trotz warmer Bettwäsche friert, sollte außerdem die Bettdecke mit betrachten. Füllung, Füllmenge und Verarbeitung beeinflussen den Wärmerückhalt wesentlich stärker als der Bezug allein.
Wer vor allem wegen warmer Nächte, Schwitzen oder Feuchtigkeit nach einer anderen Bettwäsche sucht, findet dazu einen eigenen ausführlichen Ratgeber.
Welche Bettwäsche bei Schwitzen?
Woran erkennt man gute Bettwäsche?
Qualität zeigt sich beim Anfassen und an den Details
Der Materialname allein sagt noch wenig darüber aus, wie gut sich eine Bettwäsche tatsächlich anfühlt und wie lange man Freude daran hat. Qualität erkennt man an der Haptik, einer gleichmäßigen Oberfläche, sauberer Verarbeitung und daran, wie der Stoff fällt. Auch Nähte und Verschlüsse verdienen einen zweiten Blick.
Fassen Sie den Stoff nicht nur kurz mit den Fingerspitzen an. Nehmen Sie etwas Material in die Hand, bewegen Sie es und vergleichen Sie zwei Qualitäten direkt miteinander. Besonders bei Satin, Jersey, Leinen oder Lyocell werden Unterschiede in Gewicht, Geschmeidigkeit und Griff dann schnell deutlich. "Satin" bedeutet lediglich, das der Stoff in Atlasbindung gefertigt wurde. Aber wie fein war das Garn? Böse gesprochen: würde man einen Stoff aus derber Paketschnur in Atlasbindung weben, dürfte man an das Ergebnis "Satin" dranschreiben...
Allein schon die Auswahl der Baumwollsorte (Mako, Pima usw.), wie fein gekämmt sie wurde und welche der gekämmten Fasern für das Garn verwendet wurden, aus denen der Stoff letztlich gewebt oder gestrickt wird, beeinflusst maßgeblich die Feinheit der fertigen Ware. "100% Baumwolle" allein sagt nichts über die Qualität des Stoffs aus.
Vor Ort lässt sich außerdem klären, was auf einem Etikett kaum beantwortet werden kann: Mögen Sie einen trockenen oder eher weichen Griff? Soll sich die Bettwäsche beim Hineinlegen kühl oder warm anfühlen? Wie wichtig ist Ihnen Bügelfreiheit? Und wie verändert sich das Material bei regelmäßiger Wäsche?
Nicht jedes Material möchte gleich behandelt werden
Wie Bettwäsche gewaschen, getrocknet oder gebügelt werden darf, hängt von Material und Verarbeitung ab. Deshalb hat das eingenähte Pflegeetikett immer Vorrang vor pauschalen Empfehlungen.
Seersucker wird nicht gebügelt, weil seine strukturierte Oberfläche erhalten bleiben soll. Auch Leinen und Halbleinen brauchen kein Bügeleisen – ihre natürlichen Knitter gehören zum Material. Lyocell ist dagegen aus einem anderen Grund kein Freund hoher Bügeltemperaturen: Es darf nur auf niedriger Stufe gebügelt werden, wobei sich Falten häufig trotzdem nur schwer vollständig entfernen lassen.
Wer seine Bettwäsche nach dem Waschen möglichst glatt haben möchte, sollte deshalb bereits bei der Materialwahl überlegen, wie wichtig Bügeln und faltenfreies Zusammenlegen im eigenen Alltag sind.
Was hat es mit Temperaturen, Schleuderzahlen, "pflegeleicht" & Co auf sich? Muss die erst Wäsche immer noch "kalt" erfolgen, um Farbüberschuss auszuwaschen - so hieß es doch früher? Mit einem Schuss Essig? Unsere Pflegetipps helfen weiter, damit Sie lange Freude an Ihrer Lieblings-Bettwäsche haben.
Bettwäsche vor Ort vergleichen
Griff, Gewicht und Stofffall muss man sehen, fühlen und erleben
„Glatt“, „weich“, „leicht“ oder „anschmiegsam“ klingt auf dem Bildschirm zunächst eindeutig. In der Hand können sich zwei Stoffe mit derselben Bezeichnung trotzdem völlig unterschiedlich anfühlen.
In unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen können Sie verschiedene Bettwäschequalitäten in natura ansehen, anfassen und direkt miteinander vergleichen. Dabei klären wir mit Ihnen zum Beispiel, ob Sie nachts eher warm oder kühl schlafen, welchen Griff Sie bevorzugen und wie unkompliziert die Bettwäsche bei Ihnen zu Hause sein soll.
So wird aus einer abstrakten Materialbezeichnung ein Stoff, bei dem Sie tatsächlich beurteilen können, ob Sie sich Nacht für Nacht darin wohlfühlen.
Häufige Fragen zu Bettwäsche-Materialien
Die wichtigsten Antworten zu Auswahl, Pflege und Eigenschaften der verschiedenen Stoffe.
Welche Bettwäsche ist im Sommer angenehm kühl?
Leichte Qualitäten wie Seersucker, Perkal oder Batist eignen sich gut für warme Nächte. Auch Lyocell sowie Leinen und Halbleinen können durch ihre Feuchtigkeits- und Temperaturregulierung angenehm sein. Entscheidend ist zusätzlich, wie warm Sie persönlich schlafen.
Welche Bettwäsche eignet sich für den Winter?
Biber und Flanell sind klassische Winterbettwäschen. Die angeraute Oberfläche fühlt sich weich und warm an und hält Wärme stärker zurück als leichte, glatte Stoffe. Wer auch im Winter schnell warm wird, kann trotzdem mit einer leichteren Qualität besser schlafen.
Kann man Seersucker auch im Winter verwenden?
Ja. Seersucker ist zwar besonders als Sommerbettwäsche bekannt, aber nicht auf eine Jahreszeit beschränkt. Wer die leichte, strukturierte Oberfläche mag und ohnehin eher warm schläft, kann Seersucker auch im Winter verwenden.
Ist Lyocell-Bettwäsche gut?
Lyocell (manchmal auch "Tencel" - der Markenname von Fa.Lenzing) ist sehr leicht und fein, verarbeitet Feuchtigkeit gut und trocknet schnell. Weniger geeignet ist das Material für Menschen, die ihre Bettwäsche gerne sehr glatt bügeln: Lyocell verträgt nur niedrige Bügeltemperaturen, und Falten lassen sich häufig trotzdem schwer vollständig entfernen.
Was ist der Unterschied zwischen Satin und Jersey?
Satin hat eine glatte, fein glänzende Oberfläche und fühlt sich beim ersten Kontakt meist eher kühl an (Vergleich: Stoff eines Oberhemdes). Jersey ist gestrickt, dadurch elastischer und anschmiegsamer und wirkt häufig etwas weicher und wärmer (Vergleich: T-Shirt-Stoff). Welcher Griff angenehmer ist, lässt sich am besten direkt nebeneinander vergleichen.
Welche Bettwäsche muss man nicht bügeln?
Seersucker muss aufgrund seiner strukturierten Oberfläche nicht gebügelt werden. Auch Leinen und Halbleinen dürfen sichtbar knittern – das gehört zum Charakter des Stoffes. Wer möglichst wenig bügeln möchte, sollte diesen Punkt bereits beim Materialvergleich berücksichtigen.
Sie schwanken noch zwischen Satin, Jersey, Leinen, Lyocell oder einer anderen Qualität? Bei uns in Bietigheim-Bissingen können Sie unterschiedliche Stoffe direkt vergleichen und Ihre Fragen zu Wärmeempfinden, Pflege und Stoffgefühl klären. Wir beraten Sie gern in unserer großen Bettwäsche-Abteilung.