Kein Nackenkissen oder Nackenstützkissen ohne Test!

Kein Nackenkissen oder Nackenstützkissen ohne Test!

Ein Nackenstützkissen kann Testsieger sein und trotzdem nicht zu Ihnen passen. Entscheidend sind die richtige Kissenhöhe, die Stützkraft und das Zusammenspiel mit Ihrer Schlafposition und Matratze. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei Nackenstützkissen achten sollten, warum bekannte Modelle aus dem Internet nicht für jeden geeignet sind und weshalb sich das persönliche Probeliegen lohnt.

Was sagen Nackenstützkissen-Tests wirklich aus?

Stiftung Warentest und andere Testanbieter vergleichen regelmäßig Nackenstützkissen. Dabei werden je nach Test unterschiedliche Modelle und Kriterien berücksichtigt. Das ist eine hilfreiche Orientierung, nach der viele Menschen suchen, beantwortet aber nicht die wichtigste persönliche Frage: Passt dieses Kissen zu meinem Körper und meinem Bett? Auch unser Geschäft besuchen tagtäglich Menschen, um das für sie geeignete Kissen oder Nackenkissen zu finden. Aufgrund diverser Superlative in TV- und Online-Werbung ist die Verunsicherung groß.

Denn ein gut bewertetes Nackenstützkissen ist nicht automatisch die beste Wahl für jeden Schläfer. Ein Seitenschläfer mit breiten Schultern und einer festen Matratze braucht eine andere Unterstützung als ein Rückenschläfer auf einer nachgiebigen Unterlage.

Deshalb lautet unsere Empfehlung aus über 40 Jahren Beratungserfahrung: Verlassen Sie sich nicht allein auf Testergebnisse, Werbeversprechen oder Kundenbewertungen. Und: probieren Sie ein Nackenstützkissen möglichst auf einer Unterlage aus, die Ihrer eigenen Matratze entspricht.

Warum bekannte Nackenkissen aus dem Internet nicht immer passen

Wer online nach einem Nackenkissen sucht, begegnet schnell bekannten Namen wie Blackroll, Derila oder Calmont. Diese Kissen werden intensiv beworben und häufig als besonders ergonomisch oder für unterschiedliche Schlafpositionen geeignet vorgestellt. Solche Modelle können durchaus gut verarbeitet sein. Das Problem liegt oft woanders: Ein Nackenstützkissen muss in Höhe, Form und Stützkraft zur jeweiligen Person und ihrer Matratze passen. Eine feste Kissenhöhe ist deshalb nicht für jeden geeignet.

In unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen erleben wir täglich, dass Kunden bereits fünf oder sechs verschiedene Kissen gekauft haben und trotzdem auf keinem richtig liegen können. Oft wurde immer wieder ein anderes Modell ausprobiert, ohne zuvor die tatsächlich benötigte Kissenhöhe zu bestimmen.

Doch darauf kommt es bei der Auswahl eben an: Nicht das bekannteste Kissen ist entscheidend, sondern dasjenige, auf dem Kopf und Nacken passend unterstützt werden.

Wie verwendet man Nackenkissen für Seitenschläfer, Rückenschläfer und Mischschläfer?

Nackenstützkissen sollen Kopf und Halswirbelsäule in der jeweiligen Schlafposition passend unterstützen. Voraussetzung dafür ist vor allem die richtige Kissenhöhe. Je nach Körperbau und bevorzugter Schlaflage werden unterschiedliche Anforderungen an das Nackenkissen gestellt.

Hat beispielsweise ein Seitenschläfer mit breiten Schultern eine harte Matratze, benötigt er ein relativ hohes Kissen. Denn seine Schulter sinkt nur wenig in die Matratze ein, wodurch zwischen Kopf und Matratze ein größerer Abstand entsteht.

In Rückenlage benötigt dieselbe Person dagegen ein deutlich flacheres Kissen. Hier muss vor allem die natürliche Krümmung der Halswirbelsäule, die sogenannte Nackenlordose, unterstützt werden. Der Hinterkopf soll dabei nicht zu weit angehoben werden.

Für Mischschläfer, die nachts zwischen Seiten- und Rückenlage wechseln, gibt es spezielle Nackenstützkissen mit unterschiedlichen Liegezonen oder Aussparungen für den Hinterkopf. So können beide Schlafpositionen mit einem Kissen berücksichtigt werden.

Beratungstermin vereinbaren

Wie lässt sich die richtige Höhe eines Nackenstützkissens ermitteln?

Ein Nackenkissen für jede Schlaflage?

Nackenkissen für Seitenschläfer

Für die passende Kissenhöhe müssen wir nicht nur Ihre Schulterbreite und Nackenform kennen. Ebenso wichtig ist, wie weit Ihre Schulter in die Matratze einsinkt.

Dabei spielen drei Dinge zusammen: das Nackenstützkissen, die Matratze und der Lattenrost. Gerade bei Seitenschläfern ist eine ausreichende Schulterentlastung wichtig. Spezielle Schulterzonen in Matratze oder Lattenrost können dafür sorgen, dass die Schulter tiefer einsinken kann und dadurch ein flacheres Nackenkissen ausreicht.

Eine zu harte Unterlage kann dagegen erheblichen Druck auf Schulter und Arm ausüben. Das kann nächtliche Taubheitsgefühle begünstigen. Bei wiederkehrendem Einschlafen der Arme sollten allerdings auch andere Ursachen ärztlich abgeklärt werden.

Bei Bettenhaus Gailing können wir auf Wunsch eine Körpervermessung beziehungsweise die dormabell Nackenstütz-Bedarfs-Analyse (NBA) durchführen. Damit lässt sich der individuelle Stützbedarf genauer eingrenzen. Anschließend prüfen wir beim Probeliegen, welche Kissenhöhe und Ausführung tatsächlich zu Ihnen passt. Für die Vermessung ist ein Beratungstermin empfehlenswert.

Anruf beim Schlafexperten

Wann ist ein verstellbarer Lattenrost sinnvoller als ein höheres Nackenkissen?

Gerade bei älteren Menschen sehen wir in unserer Beratung häufig einen ausgeprägten Rundrücken und eine nach vorne verlagerte Kopfhaltung. Wer so gebaut ist, liegt auf einer flachen Unterlage oft unbequem, weil der Kopf ohne zusätzliche Unterstützung weit nach hinten fallen würde.

Ein besonders hohes oder mehrfach gefaltetes Kopfkissen ist hier nicht immer die beste Wahl. Sinnvoller kann es sein, den Oberkörper über ein verstellbares Rückenteil leicht anzuheben. Bei manchen Lattenrosten genügt auch die Verstellung des kurzen Kopfteils am oberen Ende des Rahmens, um die Kopfhaltung angenehmer zu unterstützen.

Bei einem elektrisch verstellbaren Lattenrost lässt sich die Neigung besonders bequem und stufenlos anpassen. Entscheidend ist, dass Kopf, Nacken und Oberkörper möglichst ohne unangenehmen Knick gelagert werden.

Wann ist ein elektrischer Lattenrost sinnvoll?

Für Seitenschläfer spielt diese Art der Hochlagerung meist eine geringere Rolle. Besonders interessant ist sie für Menschen, die überwiegend auf dem Rücken schlafen und deren Körperhaltung sich mit den Jahren verändert hat.

Hilft ein Nackenstützkissen bei Nackenschmerzen?

Klares "Jein". Ein passend ausgewähltes Nackenstützkissen unterstützt Kopf und Halswirbelsäule und verhindert, dass der Nacken durch eine ungünstige Kissenhöhe zusätzlich belastet wird. Gerade wer morgens häufig mit einem verspannten Nacken aufwacht, sollte deshalb auch sein Kopfkissen und seine Matratze überprüfen.

Während der Nachtruhe werden die Bandscheiben entlastet und nehmen wieder Flüssigkeit auf, die sie unter der Belastung des Tages teilweise verloren haben. Eine möglichst natürliche Lagerung der Halswirbelsäule ist deshalb wichtig. Ein zu hohes oder zu flaches Kissen kann dagegen zu einer ungünstigen Haltung und zusätzlicher Belastung führen.

Auch die Kissengröße spielt eine Rolle: Sehr kompakte Nackenstützkissen sind praktisch für unterwegs, können im täglichen Gebrauch aber gewöhnungsbedürftig sein. Aus unserer Beratungserfahrung haben sich Kissengrößen zwischen etwa 35 × 65 und 40 × 80 cm gut bewährt.

Wer anschließend acht Stunden in ungünstiger Haltung am Schreibtisch sitzt, kann sich allerdings schnell wieder Verspannungen zuziehen. Umgekehrt sollte eine physiotherapeutische Behandlung durch eine unpassende Schlafunterlage nicht unnötig erschwert werden.

Deshalb betrachten wir Nackenbeschwerden nicht allein als Kissenproblem. Schlafposition, Matratze und Kissen gehören ebenso dazu wie die Belastungen im Alltag. Bei anhaltenden Schmerzen oder wiederkehrendem Kribbeln und Taubheitsgefühlen ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Was muss ich vor dem Kauf beachten?

Damit Ihr neues Nackenstützkissen zu Ihnen und Ihrem Bett passt, sollten Sie vor dem Kauf einige Punkte beachten:

  • Matratze: Auf welchem Matratzentyp schlafen Sie? Wie fest ist die Matratze und wie weit sinkt Ihre Schulter in Seitenlage ein?
  • Lattenrost: Bietet er eine ausreichende Schulterentlastung? Das beeinflusst, welche Kissenhöhe Sie benötigen.
  • Schlafposition: Schlafen Sie überwiegend auf der Seite, auf dem Rücken oder wechseln Sie häufig die Position?
  • Bisheriges Kissen: Was stört Sie daran? Ist es zu hoch, zu flach, zu hart oder fehlt Ihnen die Unterstützung?

Wenn Sie den Matratzentyp, den Härtegrad und möglichst auch das Modell kennen, können wir beim Probeliegen in unserem Fachgeschäft eine vergleichbare Schlafunterlage auswählen.

Auf Wunsch nutzen wir zusätzlich die Nackenstütz-Bedarfs-Analyse (NBA), um geeignete Kissenmodelle einzugrenzen.

Unsere Nackenstützkissen im Fachgeschäft vergleichen und probeliegen

Welche Kopfkissen eignen sich für Seitenschläfer?

In Seitenlage muss das Kopfkissen den größeren Abstand zwischen Kopf und Matratze ausgleichen. Deshalb benötigen Seitenschläfer häufig ein höheres und stützkräftigeres Kissen als Rückenschläfer.

Neben ergonomischen Nackenstützkissen kommen auch klassische Feder- oder Faserkissen infrage. Entscheidend sind die Füllmenge, die Stützkraft und wie gut das Kissen seine Form während der Nacht behält. Ein sehr weiches Daunenkissen mit wenig Stützkraft ist für viele Seitenschläfer weniger geeignet.

In unserer eigenen Kissenfertigung können wir Feder-, Daunen- und Faserkissen mit unterschiedlichen Füllmengen herstellen und damit das Liegegefühl beeinflussen.

Was ist ein längliches Seitenschläferkissen?

Ein sogenanntes Seitenschläferkissen ist KEIN Kopfkissen! Vielmehr handelt es sich um ein längliches Kissen, mit ca. 150 cm Länge, welches in Seitenlage längs vor dem Körper benutzt wird um Arm und Bein darauf abzulegen und sich anzukuscheln. So kann der Körper nicht "nach vorne" kippen und die Rotation im Lendenwirbelbereich wird minimiert. Probieren Sie doch so ein Seitenschläferkissen einmal bei uns im Geschäft aus! Jahrzehntelang bewährt hat sich das Centa-Star Seitenschläferkissen Hippo.

Wie lange hält ein Nackenkissen?

Aus unserer langjährigen Erfahrung im Bettenfachhandel empfehlen wir, ein Nackenstützkissen etwa alle drei bis fünf Jahre zu erneuern.  Nach dieser Zeit hat es in der Regel deut­lich an Stütz­kraft verloren, sein Geld jedoch in gut 12.000 Stunden (!) der Nutzung mehr als verdient.

Der Kissenkern wird Nacht für Nacht durch das Gewicht des Kopfes, Bewegungen und Feuchtigkeit belastet. Besonders Schweiß und dauerhafte mechanische Beanspruchung setzen den Materialien zu. Mit der Zeit verlieren sie an Elastizität und Stützkraft. Ein Nackenstützkissen kann deshalb äußerlich noch gut aussehen, obwohl es den Kopf nicht mehr so unterstützt wie am Anfang. Spätestens wenn das Material dauerhaft nachgibt oder seine ursprüngliche Form nicht mehr erreicht, ist ein Austausch sinnvoll.

Tipps zu Kopfkissen und Nackenstützkissen aus der Praxis

Unser Inhaber Sven Schaller war bei „SpardaTV – Clever wohnen“ zu Gast und sprach über Bettdecken, Kopfkissen und Nackenstützkissen.

Das Video ist zwar schon etwas älter, erklärt aber nach wie vor anschaulich, worauf es bei der Auswahl eines passenden Kissens ankommt.

Das Video ist zwar nicht mehr ganz "taufrisch" - bietet aber immernoch eine guten Überblick über Bettdecken, Kopfkissen und Nackenstützkissen. Für alles weitere: besuchen Sie uns in Bietigheim-Bissingen!

Nackenstützkissen persönlich ausprobieren

Sie möchten wissen, welche Kissenhöhe und welches Material zu Ihnen passen? In unserem Fachgeschäft in Bietigheim-Bissingen können Sie verschiedene Nackenstützkissen vergleichen und gemeinsam mit uns die passende Einstellung finden.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen auch vorab telefonisch oder per E-Mail.

Kontakt zum Fachgeschäft

Weitere Ratgeber

Vielleicht helfen Ihnen folgende Ratgeber weiter, um besser zu schlafen.

Wann hilft ein elektrischer Lattenrost?

Härtegrad H2, H3 und H4 verstehen

 

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